Bildquellen für Blogs & Unternehmensseiten

So fängt die mühsame Suche meist an:

Und dann brauchen wir noch Bilder …

Es gibt ausreichend Gründe, sich nicht auf reine Stockagenturen zu verlassen. Beispiele?

  • Stockphotos ohne exklusive Nutzung sind ü-b-e-r-a-l-l im Einsatz – also wirklich überall, für verschiedene Produkte/Unternehmen/Dienstleistungen – Wiedererkennungswert = 0
  • Stockphotos sind l-a-n-g-w-e-i-l-i-g, genormt und auf Hochglanz poliert
  • Stockphotos sind meist fernab der Realität – und die Satire blüht
  • Stockphotos kosten Geld – immer – und bringen – oft – komplizierte Nutzungs- und Verwertungsrechte mit sich

Ok, ja: Richtig gute Fotos dürfen richtig viel Geld kosten. Das ist in Ordnung – diese Fotos sind dann aber bitte auch individuell, auf das jeweilige Unternehmen, seine Produkte und Marketingsprache zugeschnitten. Für KMU, Einzelunternehmer oder Blogger: viel zu teuer. Leider!

HINWEIS: Das Thema Lizenzen, Nutzungsrechte und kommerzieller/nicht-kommerzieller Einsatz ist für alle Bildnutzer relevant. Wer nicht gerade eigenes Fotomaterial verwendet, muss sich also damit auseinandersetzen. Eine sehr gute, klare Auflistung gibt es von der Uni Ulm: Was sind eigentlich CC-Lizenzen?

Und: Nein, nur weil irgendwer ein Bild fröhlich verwendet, heißt das noch lange nicht, dass er das auch darf. Oder, dass dieses Bild fröhlich weiterverschickt, geteilt oder bearbeitet werden darf.


 Alternativen zu Stock-Agenturen

Ich bevorzuge diese vier Anbieter. Genau, nur vier. Klar, es gibt viele, viele mehr. Aber bei diesen hier bin ich glücklich – und werde auch fast immer fündig.

  1. Pixabay.de
    screen_pixabay

    Screenshot pixabay.de

    +++ große Bilddatenbank mit vielen Motiven & Themen
    +++ Anbindung an iStockphotos.com für gemeinfreie Bilder (Lizenz-Ausweisung lässt dann aber zu wünschen übrig!)
    +++ Nutzung ohne Registrierung möglich
    +++ eindeutige Lizenz-Kennung bei jedem einzelnen Bild
    + kaum Klarnamen bei den Fotografen

  2. Deathtostockphoto.com
    screen_deathtostock

    Screenshot deathtostockphoto.com

    +++ 10 Fotos/Monat kostenfrei in die Inbox liefern lassen
    ++ Motive … nun ja – zwischen Großstadt und Schuhen alles dabei, manchmal sind es auch Pflanzen, Töpfe, Schlüssel …
    ++ Premium-Hinweise hier, Premium-Hinweise dort…

    (Ja, gut: ich mag den Domainnamen. Hat was, oder?)

  3. Unsplash.com
    screen_unsplash

    Screenshot unsplash.com

    +++ Ohne Registrierung nutzbar – einfach durch die Bilder scrollen, runterladen, fertig
    +++ Fotografen mit Klarnamen identifizierbar
    ++ Lizenz nicht ganz so offensichtlich erkennbar
    + sehr, sehr, sehr, sehr viele Naturfotos – Berge, Meer, Wälder. Und von vorn. Ok, und (amerikanische) Großstädte. Trotzdem mein Favorit, wenn es um einfache Illustrationen geht.

    Richtig hübsch: der unsplash.com Showcase. Kann übrigens mit eigenen Werken ergänzt werden.

  4. Wikimedia
    screen_wikimedia

    Screenshot WikimediaCommons

    +++ lizenz-/gemeinfreie Bild- und Mediendatenbank (also auch: Video- & Audiodateien)
    ++ Lizenz-Kennung meistens ja, manchmal nicht ganz so eindeutig … vergleichsweise viele Klicks bis zum Download
    ++ keine Registrierung/kein Login notwendig – aber sinnvoll

  5. Meta-Suche: Einfach mal bei der Google Bildersuche in die erweiterten Einstellungen gehen und die benötigte Lizenz aussuchen:
    screen_googlesuche

    Screenshot Google Bildersuche

    Mit dem Suchmaschinengiganten bekommt man immerhin schon den Überblick, welche Fotos üblicherweise zum Stichwort/Suchwort oder Thema eingesetzt werden. Ist also hilfreich, um langweilige, überall verwendete Stockphotos zu identifizieren.

Und eins bitte nicht vergessen: Die so beliebten Visual Statemens lassen sich relativ einfach selbst erstellen. Beispielsweise mit Canva.

Ergänzung Februar 2017:

Das Metropolitan Museum of Art stellt hunderttausende gemeinfreie Kunstbilder zur freien Verwendung.

Fröhliches stöbern in diesem Schatz ist angesagt 🙂


Mini-Checkliste für den Hausgebrauch

Ausgangsbasis: Ich brauche ein/zwei/drei … nun ja, ich brauche Fotomaterial zur Illustration. Ich habe eine gewisse Ahnung, welches Motiv/Thema ich illustrieren will.

  1. Eigenes Fotomaterial durchstöbern: Habe ich das passende schon irgendwo?
  2. Überlegen: Kann ich mit einfachen Mitteln das Material selber produzieren?

Wenn 1. und 2. blöderweise „nein“ ergeben, weiter im Text:

  • Bieten mir die alternativen Bilddatenbanken das, was ich suche?*
  • Wenn ja: Darf ich das Material für meine individuelle Situation nutzen? Stichworte: kommerzielle/nicht-kommerzielle Nutzung; Nutzung in sozialen Medien/Netzwerken;
  • Abbinder nicht vergessen: entsprechend der Lizenz Fotografenname, Bilddatenbankquelle, Lizenzrechte usw. usf. kenntlich machen

* Und wenn hier „nein“ steht, dann greife ich zu Stockphotos. Bevorzugt: fotolia.de, istockphotos.com. NICHT: pixelio.de (zuletzt wegen der Abmahngeschichte). Wenn mir auch die Stockphotos nicht mehr weiterhelfen, brauche ich wohl dringend den passenden Fotografen. Denn dann kann mir halt „Bildware von der Stange“ nicht mehr weiterhelfen. Ende und aus.

HINWEIS: Ja, manchmal genügt der Hinweis auf die Quelle im Impressum. Aber nicht immer. Ja, manchmal soll man den Fotografennamen am Besten noch ins Bild einfügen. Nein, muss man nicht immer. Ist das alles kompliziert? Meistens ja.

Persönlicher Workflow: Ich setze – IMMER – die Bildquelle direkt unter das Bild. Wenn ich bei einer Text-Bildkombination nicht dazu stehen kann, dass das Bild von pixabay, unsplash oder weißderGeiervonwem statt von einem Profi (oder von mir) stammt, sollte ich es gar nicht erst verwenden. Da gibt es ein wunderbares Plugin für WordPress, welches kleine Vorschaubilder per Shortcode direkt im Impressum generiert – inkl. Angaben zum Urheber und den Pflichtangaben zum Bild (sofern nötig). Schöne, elegante Lösung in den Fällen, bei denen der Urheber nicht direkt AM Bild genannt werden muss.

Update zum Wordflow 05/05/2015

Nach einer anregenden Diskussion innerhalb der FB-Gruppe WordPress&SEO mit Blick auf die rechtliche Absicherung:

Direkt auf der Plattform (!) Screenshot vom Foto samt Lizenz machen. Parallel zum Einsatzort des Bildes ablegen (WordPress: Medienordner; PC: Ablageort usw. usf.). Damit ist zumindest der Nachweis erbracht, woher das Bild stammt und zu welchen Lizenzbedingungen es verwendet wurde.

Sabrina

Texter halt. Berät, konzipiert und schreibt Inhalte rund ums Web. Arbeitet als Ghostwriter in Ihrem Namen: Blogs, Fachartikel, E-Books & Bücher.

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